Drei Viertel der Bürger rechnen mit Einschränkungen im Alter

Der Anteil der Bürger, die mit einem sinkenden Lebensstandard im Alter rechnen, ist seit mehreren Jahren anhaltend hoch. Das bestätigte der jüngste Deutschland-Trend Vorsorge des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Danach hegen 73 Prozent die Befürchtung, dass sie sich im Alter einschränken müssen. Nur Mitte 2012 waren es mit 76 Prozent noch etwas mehr. Bei vielen geht diese Erwartung mit der Einsicht einher, dass die bisherige Vorsorge für das Alter nicht genügt. Insgesamt 66 Prozent meinen, dass die eigenen Bemühungen unzureichend sind, aber nur 25 Prozent leiten aus dieser Einsicht die Entscheidung ab, in den nächsten zwölf Monaten mehr für die eigene Vorsorge zu unternehmen. 41 Prozent der Befragten wissen, dass die eigene Vorsorge mangelhaft ist, wollen oder können daran aber nichts ändern. [ad] Der DIA Deutschland-Trend Vorsorge zeigt außerdem, dass sich die Bereitschaft zur Vorsorge in den Jahren seit 2009 kaum verändert hat. Lediglich in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 war kurzzeitig eine größere Aktivität in Sachen Altersvorsorge festzustellen. „Die anhaltende Niedrigzinsphase, die vor allem zu Lasten der Sparer geht, hat ihre Spuren im Verhalten der Bürger hinterlassen. Allerdings spiegelt sich das zum Glück noch nicht im Vertrauen in die vorhandene Altersvorsorge wider“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Die Sicherheit der drei Säulen der Altersvorsorge wird, abgesehen von einer Ausnahme im Jahr 2012, als das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung kurzzeitig eingebrochen war, weitgehend stabil eingeschätzt.

Stichtag 1.1.2015: Höheren Garantiezins und staatliche Förderung sichern

RenteNach der aktuellen Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist die Riester-Rente das Erfolgsmodell der eigenen Altersvorsorge. Gut 16 Millionen Verträge zählten die Ministerialen Ende des dritten Quartals 2014. Platzhirsche sind die Versicherer mit rund 11 Millionen Policen. Gefolgt von den Fondsgesellschaften mit gut 3 Millionen Verträgen. Um die 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben sich bislang für einen Wohn-Riester-Vertrag entschieden. Nur etwas mehr als 800.000 Verträge konnten Banken und Sparkassen vermitteln.

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Rente mit 63 laut erstmals am Arbeitsmarkt zu spüren

RenteDie zum 1. Juli eingeführte Rente mit 63 wirkt sich offenbar am Arbeitsmarkt aus. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sagte dem Nachrichtenmagazin FOCUS, noch mache sich der frühere Rentenbeginn „nicht groß bemerkbar“, es gebe insgesamt eine steigende Zahl älterer Arbeitnehmer „In der Altersgruppe ab 63 sehen wir jetzt allerdings erstmals eine kleinen Rückgang.“

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Rentenpaket belastet Rentner

© contrastwerkstatt - Fotolia.comDie Kosten für das umstrittene Rentenpaket tragen vor allem die Ruheständler. Das Nachrichtenmagazin FOCUS zitiert aus einer Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung für die Anhörung im Bundestag zu dem Gesetz an diesem Montag, wonach die Reform auf das Netto-Einkommen von Rentnern „deutlich stärker als auf dasjenige von versicherungspflichtigen Arbeitnehmern“ wirkt.

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