Eine zusätzliche Rente vom Betrieb könnte womöglich bald für alle Arbeitnehmer in Deutschland eingeführt werden.
Altersvorsorge
Ist der flexible Renteneintritt die Lösung?
Endspurt 2013: Jetzt Riester-Vorsorge und Basis-Rente optimieren
Mütterrente wird teuer als erwartet
Experten warnen vor der Mütterrente
Krisenzeugnis: Lebensversicherer auf dem Prüfstand
Die Analysten von Morgen & Morgen haben im aktuellen Rating die Lebensversicherer über den Krisenzeitraum 2008 bis 2012 bewertet. Nach wie vor zehrt die schwierige Kapitalmarktsituation an der Stellung der Lebensversicherer. Welche Versicherungsunternehmen nach wie vor gut aufgestellt sind, zeigen das M&M Rating LV-Unternehmen sowie der aktuelle M&M Belastungstest.
Generation 50+: Richtig vorsorgen und das Leben genießen
Die Kinder haben ihren Uniabschluss beinahe geschafft und leben längst nicht mehr daheim bei den Eltern. Der Vater hat einen sicheren Job. Die Mutter arbeitet halbtags, weil es ihr Freude macht.
Viele der „Best Ager“ in Deutschland, also der Generation 50+, deren Ruhestand in zehn oder 15 Jahren beginnt, haben – falls überhaupt – keine größeren wirtschaftlichen Probleme. Zumindest auf den ersten Blick.
Ist die Riesterrente besser als betriebliche Altersvorsorge?
Riesterrente oder bAV – es gibt keinen Königsweg, aber einige Wegmarken für die individuelle Entscheidung. Eine DIA-Studie untersuchte, unter welchen Bedingungen welche Form der ergänzenden, staatlich geförderten Altersvorsorge günstiger ist. Das Ergebnis: Pauschale Ratschläge durch sind so nicht möglich, sondern es kommt auf den konkreten Fall an. Die in der Öffentlichkeit häufig zu hörende pauschale Argumentation, dass für Personen mit niedrigem Einkommen die Riesterrente wegen der staatlichen Zulagen generell günstiger ausfällt, stimmt nicht. Auch bei geringen Einkommen, sowohl für ledige als auch verheiratete Personen, kann die betriebliche Altersversorgung eine höhere Nettorente ergeben, als dies bei einem vergleichbaren Riester-Vertrag der Fall ist. [ad] Erst wenn mehr als ein Kind vorhanden ist, schlägt das Pendel zu Gunsten der Riesterrente aus. Das DIA hat für jeweils 34 Musterfälle die Nettorenten der zwölf größten Anbieter am Markt für einen Riesterrenten-Vertrag und für eine Direktversicherung in der betrieblichen Altersversorgung ermittelt und verglichen. Bei einer Nettokapitalanlage von jeweils 100 Euro monatlich wurde berechnet, welche Effekte sich durch die staatlichen Zulagen und die Verschiebung der Besteuerung in die Rentenphase ergeben und welche Leistung nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen für die Alterssicherung zur Verfügung steht. Anders als in vielen bislang veröffentlichten Berechnungen verglich das DIA dabei nicht nur die garantierte, sondern auch die prognostizierte Rente, da dem Sparer später diese Rente zur Verfügung steht, auch wenn sie nicht vom Versicherer garantiert wird. Die Studie führte zu dem Schluss, dass es kein klares Votum für die eine oder andere Vorsorgeform gibt. So führt zum Beispiel der Zuschlag von 0,25 Prozent für einen Single ohne Kinder in der Pflegeversicherung dazu, dass auch bei geringen Einkommen die betriebliche Altersvorsorge günstiger ist als die Riesterrente, trotz der Grundzulage für den Riester-Vertrag. Erst die Zulagen für Kinder lassen einen Vorteil für die Riesterrente entstehen. Bei einkommensstärkeren Sparern (2.500 Euro/Monat) hingegen liegt die Riester-Rente unabhängig von der Kinderzahl im Vorteil, während sich ab 3.000 Euro monatliches Einkommen die Situation wieder umkehrt. Dann wirken die ersparten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in der Ansparphase stärker als die Zulagen, die für die Riesterrente gewährt werden. Bemerkenswert an den Berechnungen des DIA ist auch die Weise, in der bei steigenden Einkommen die bAV-Renten netto sinken, wofür die wachsende Steuerprogression wegen der höheren gesetzlichen Rente und die zusätzliche Belastung durch die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung verantwortlich sind. Im Zusammenhang damit verweist das DIA noch einmal darauf, dass bei Entscheidungen für die zusätzliche Altersvorsorge immer auch die kumulierte Steuer- und Abgabenbelastung im Rentenalter berücksichtigt werden muss. [ad] Die Untersuchungen des DIA liefern für das Gros der abhängig Beschäftigten eine modellhafte Entscheidungsgrundlage. So zeichnete sich insgesamt die Tendenz ab, dass die Vorteile für die betriebliche Altersversorgung umso stärker wiegen, je höher das Einkommen ist, weil die Bruttoanlage in der langen Ansparphase die Nachteile der vollen Belastung mit Sozialabgaben und die Steuerprogression aufwiegen. Grundsätzlich sollten vor der Entscheidung für einen Vertrag aber in jedem Fall eine Abwägung an Hand der individuellen Bedingungen vorgenommen werden. So könnte zum Beispiel bei Personen mit einem höheren Einkommen, die drei oder mehr Kinder haben, die Riesterrente wegen der insgesamt höheren Zulagensumme besser ausfallen.
Parteien wollen Geburtsfehler der Riester-Rente nur halbherzig kurieren
In den Parteiprogrammen fehlen konsequente Maßnahmen, die künftig verhindern, dass sich die Altersvorsorge von Geringverdienern in der Rentenphase als umsonst erweist. Klare Festlegungen auf konsequente Maßnahmen, mit denen verhindert wird, dass die private Altersvorsorge von Geringverdienern in der Rentenphase umsonst war, weil diese auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird, fehlen weitgehend in den Programmen der Parteien zur Bundestagswahl. Das ergab eine Auswertung der Wahlprüfsteine, die das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) vorgenommen hat.
Dien Grünen wollen bisher nicht pflichtversicherte Selbständige in Rentenversicherung einbeziehen
Bündnis 90 / Die Grünen wollen künftig nicht pflichtversicherte Selbständige in die Rentenversicherung einbeziehen.