Wertverlust für deutsche Sparer weiter auf Rekordhoch

Eine gestiegene Inflationsrate und weiterhin niedrige Zinsen auf Geldeinlagen haben im dritten Quartal 2018 zu einem neuen Rekord beim Wertverlust für deutsche Sparer geführt. Insgesamt verloren sie dadurch 10,8 Milliarden Euro. Das sind durchschnittlich 130 Euro pro Bundesbürger. Damit liegt der Realzins-Verlust, den deutsche Sparer in den vergangenen drei Monaten erleiden mussten, nochmal deutlich über dem bisherigen Negativ-Rekordwert von 9,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal dieses Jahres.

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Gesetzliche Kassen haben stärkere Kostenexplosion als Private Krankenkassen

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Die Leistungsausgaben für Versicherte der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben weniger zugenommen als die für die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Zwischen 2006 und 2016 stiegen die Ausgaben je PKV-Versicherten um 43,1 Prozent. Dagegen gab es in der GKV einen Anstieg um 48,3 Prozent.

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Rekordhoch bei Abfragen von Bankkunden-Daten

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Im Kampf gegen Steuerbetrug, Sozialmissbrauch und säumige Privatgläubiger haben Steuerbehörden, Sozialämter und Gerichtsvollzieher in diesem Jahr bislang so häufig Daten von Bankkunden abgefragt wie nie zuvor. Im ersten Halbjahr 2018 gingen 391.442 Kontenabrufe beim zuständigen Bundeszentralamt für Steuern ein. Damit gab es in den ersten sechs Monaten 38 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahreszeitraum.

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Zwei-Jahres-Bilanz: Kaum Nachfrage nach Prämie für E- Autos

Die staatliche Prämie für den Kauf von Elektro-Autos ist in den ersten zwei Jahren kaum genutzt worden. Von den 600 Millionen Euro an Bundes-Fördermitteln sind in den ersten zwei Jahren gerade einmal 78,46 Millionen Euro abgerufen worden, heißt es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linkspartei-Politikers Jörg Cezanne, die dem Handelsblatt vorliegt. Den Angaben des Wirtschaftsministeriums zufolge gab es bislang lediglich 38.884 Anträge für E-Autos und 28.171 für Hybrid-Fahrzeuge. Hinzu kamen 17 Anträge für Autos mit einer Brennstoffzelle. Seit Anfang Juli 2016 kann die Elektro-Prämie beantragt werden. Käufer eines vollelektrischen Autos erhalten 4000 Euro Umweltbonus. 3000 Euro sind es bei Plug-in-Hybridwagen, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben. Der Bund stellt 600 Millionen Euro zur Finanzierung der Prämie zur Verfügung. Die Hersteller beteiligen sich, indem sie Käufern einen Nachlass geben. Insgesamt ist der Fördertopf so mit 1,2 Milliarden Euro gefüllt. So reicht das Programm, das bis Ende Juni 2019 läuft, für mehr als 300.000 Fahrzeuge. „Da gerade einmal 13 Prozent der Fördermittel abgerufen wurden, kann man den Umweltbonus der Bundesregierung nur als Ladenhüter bezeichnen“, sagt Cezanne. „Anstatt Geld für unwirksame Förderprogramme zu binden, sollte lieber der Ausbau des öffentlichen Verkehrs entschieden angegangen werden.“ Als ein Grund für die schwache Nachfrage gilt die Ladeinfrastruktur. Dies sei ein „Manko“, heißt es beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Deshalb dürfe man nicht nur den Kauf von E-Autos fördern. „Die Förderung privater Ladeinfrastrukturen wäre ein deutlicher Anreiz und könnte gekoppelt werden an den jeweiligen Antrag“, heißt es in der Behörde.