Ein schlechter Kundenservice gerade bei Flugverspätungen und Annullierungen verärgert viele Reisende zunehmend. Die Airlines verschweigen oft das Recht der Kunden auf Entschädigung
Ulf Heyden
Mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit Steuern sparen
Der aktuelle Steuertipp zeigt, wie man Erkrankungen wie einen grippale Infekt als außergewöhnliche Belastung steuerlich ansetzen kann.
Steuererklärung: Zettelwirtschaft wird durch zeitsparendes Verfahren ersetzt

Steuergesetze und Vorschriften verändern sich stetig, sodass viele Bundesbürger das Gefühl haben, immer mehr Zeit und Unterlagen für die Steuererklärung zu benötigen. Doch die lästige Zettelwirtschaft wird überflüssig, denn seit kurzem kann unter elster.de/Belegabruf die „vorausgefüllte Steuererklärung“ genutzt werden. Dies ist ein neuer Service der Finanzverwaltung, der die Erstellung der Steuererklärung erleichtert.
Infografik zur Ineffizienz der TV-Werbespots beim Super Bowl

TV-Werbebudgets verfehlen ihren Effekt durch ineffektive Online- und Mobile-Strategien: Die Mehrzahl der Unternehmen, deren Werbespots während des gestrigen Super Bowls ausgestrahlt wurden, haben ihre Werbebudgets nicht optimal genutzt.
Haus- und Wohnungspreise laufen den Einkommen davon
Wohneigentum wird in den großen deutschen Städten fast unerschwinglich. Seit Jahren steigen die Preise dort schneller als die Einkommen.
180 Millionen Euro Entschädigung: Soviel lassen sich deutsche Fluggäste jährlich durch die Lappen gehen
Wer als Flugpassagier genervt stundenlang auf den Start seines Fliegers warten muss und auch noch seinen Anschlussflug verpasst, findet im Potsdamer Startup refund.me einen echten Verbündeten. Denn das Unternehmen hilft dabei, in bestimmten Fällen Entschädigungen einzutreiben – Geld, das den Fluggästen zusteht. Irgendwann war es Eve Büchner leid, Verspätungen oder sogar annullierte Flüge einfach so hinzunehmen. Im Juli 2012 sagte die Geschäftsfrau und Vielfliegerin den Airlines offiziell den Kampf an und gründete das Startup refund.me. Der Dienstleiter hilft Fluggästen, Schadensersatz zu bekommen, wenn ein Flug verspätet ist oder ausfällt. Und das erfolgreich: Alleine 2013 hat refund.me weltweit Ansprüche im Wert von mehr als vier Millionen Euro gegenüber Fluggesellschaften durchgesetzt (Erfolgsquote: 98 Prozent). Das ist aber nur ein Bruchteil der rund 835 Millionen Euro, auf die Passagiere weltweit jedes Jahr Anspruch haben. Viele Fluggäste kennen immer noch nicht ihr Recht auf Entschädigung. Alleine deutsche Fluggäste hätten 2013 mehr als 180 Millionen Euro geltend machen können. [ad] Das entscheidende Instrument, um gegen Airlines vorzugehen, ist die sogenannte EU-Fluggastrechteverordnung. Danach müssen Fluggesellschaften ihren Passagieren bei stark verspäteten oder gestrichenen Flügen Entschädigungen zahlen. Voraussetzung: Start oder Landung fanden in der EU statt oder waren dort vorgesehen. „Viele betroffene Fluggäste wissen nicht, dass sie pro Flug bis zu 600 Euro wiederbekommen können“, sagt Eve Büchner. „Außerdem trauen sich viele Passagiere gar nicht erst an die großen Airlines heran, weil sie glauben, dass sie sowieso keinen Erfolg hätten.“ Deswegen sieht sich refund.me mit seinem internationalen Netzwerk an Juristen als starker Partner genervter Flugpassagiere. Die Startup-Gründerin weiter: „Wenn sich eine Fluggesellschaft mal querstellt, ziehen wir eben vor Gericht.“ Nur bei Erfolg berechnet refund.me eine Provision von 15 Prozent (marktüblich sind 25 %). Per kostenfreier Smartphone App können Fluggäste selbst ausrechnen, was ihnen zusteht. refund.me schätzt (auch auf Basis von Daten des Flugfinder-Dienstes FlightStats), dass einer von fünf deutschen Fluggästen von mindestens einer Flugverspätung pro Jahr betroffen ist. Auch gestrichene Flüge kommen immer wieder vor: Ausgerechnet der international so wichtige Flughafen Frankfurt am Main steht auf der Liste der meisten Flugannullierungen in Europa auf Platz 2 (225 gestrichene Flüge – Starts und Landungen – alleine im August 2014), direkt nach dem Flughafen Istanbul-Atatürk (397 betroffene Flüge). Im vergangenen Jahr hatten deutsche Flugpassagiere insgesamt Anspruch auf mehr als 180 Millionen Euro. Europaweit hatten nur Spanier (rund 190 Millionen Euro) und Briten (rund 230 Millionen Euro) mehr Ansprüche, die sie hätten geltend machen können.
Beim Fondskauf auf den Ausgabeaufschlag achten
Beim Kauf von Investmentfonds sollten Anleger immer den Ausgabeaufschlag im Blick haben. Dieser fällt einmalig an und liegt meist bei rund 5 Prozent der geplanten Anlagesumme. Das kann die Rendite stark schmälern, denn die Kosten für die Gebühr werden von der Anlagesumme abgezogen und nicht investiert.
Fernbus-Reisende haben weniger Rechte als Bahnkunden
Fernbusreisende, die zu spät an ihr Ziel kommen, haben kaum Anspruch auf Sonderleistungen. Darauf weist die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr SÖP hin.
Bei Ratenkrediten gehen die meisten zur Bankfiliale
Das Volumen an Ratenkrediten nimmt zu. Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank, die dem Nachrichtenmagazin FOCUS vorliegt, beträgt der Gesamtumfang der Privatkredite in Deutschland 147 Milliarden Euro.
Drei Viertel der Bürger rechnen mit Einschränkungen im Alter
Der Anteil der Bürger, die mit einem sinkenden Lebensstandard im Alter rechnen, ist seit mehreren Jahren anhaltend hoch. Das bestätigte der jüngste Deutschland-Trend Vorsorge des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Danach hegen 73 Prozent die Befürchtung, dass sie sich im Alter einschränken müssen. Nur Mitte 2012 waren es mit 76 Prozent noch etwas mehr. Bei vielen geht diese Erwartung mit der Einsicht einher, dass die bisherige Vorsorge für das Alter nicht genügt. Insgesamt 66 Prozent meinen, dass die eigenen Bemühungen unzureichend sind, aber nur 25 Prozent leiten aus dieser Einsicht die Entscheidung ab, in den nächsten zwölf Monaten mehr für die eigene Vorsorge zu unternehmen. 41 Prozent der Befragten wissen, dass die eigene Vorsorge mangelhaft ist, wollen oder können daran aber nichts ändern. [ad] Der DIA Deutschland-Trend Vorsorge zeigt außerdem, dass sich die Bereitschaft zur Vorsorge in den Jahren seit 2009 kaum verändert hat. Lediglich in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 war kurzzeitig eine größere Aktivität in Sachen Altersvorsorge festzustellen. „Die anhaltende Niedrigzinsphase, die vor allem zu Lasten der Sparer geht, hat ihre Spuren im Verhalten der Bürger hinterlassen. Allerdings spiegelt sich das zum Glück noch nicht im Vertrauen in die vorhandene Altersvorsorge wider“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Die Sicherheit der drei Säulen der Altersvorsorge wird, abgesehen von einer Ausnahme im Jahr 2012, als das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung kurzzeitig eingebrochen war, weitgehend stabil eingeschätzt.