Fotolia 58252623 XS-300x225 in Haus- und Wohnungspreise laufen den Einkommen davonWohneigentum wird in den großen deutschen Städten fast unerschwinglich. Seit Jahren steigen die Preise dort schneller als die Einkommen. [weiter…]

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Sparschein1und1-300x199 in 180 Millionen Euro Entschädigung: Soviel lassen sich deutsche Fluggäste jährlich durch die Lappen gehenWer als Flugpassagier genervt stundenlang auf den Start seines Fliegers warten muss und auch noch seinen Anschlussflug verpasst, findet im Potsdamer Startup refund.me einen echten Verbündeten. Denn das Unternehmen hilft dabei, in bestimmten Fällen Entschädigungen einzutreiben – Geld, das den Fluggästen zusteht.

Irgendwann war es Eve Büchner leid, Verspätungen oder sogar annullierte Flüge einfach so hinzunehmen. Im Juli 2012 sagte die Geschäftsfrau und Vielfliegerin den Airlines offiziell den Kampf an und gründete das Startup refund.me. Der Dienstleiter hilft Fluggästen, Schadensersatz zu bekommen, wenn ein Flug verspätet ist oder ausfällt. Und das erfolgreich: Alleine 2013 hat refund.me weltweit Ansprüche im Wert von mehr als vier Millionen Euro gegenüber Fluggesellschaften durchgesetzt (Erfolgsquote: 98 Prozent). Das ist aber nur ein Bruchteil der rund 835 Millionen Euro, auf die Passagiere weltweit jedes Jahr Anspruch haben. Viele Fluggäste kennen immer noch nicht ihr Recht auf Entschädigung. Alleine deutsche Fluggäste hätten 2013 mehr als 180 Millionen Euro geltend machen können.

Das entscheidende Instrument, um gegen Airlines vorzugehen, ist die sogenannte EU-Fluggastrechteverordnung. Danach müssen Fluggesellschaften ihren Passagieren bei stark verspäteten oder gestrichenen Flügen Entschädigungen zahlen. Voraussetzung: Start oder Landung fanden in der EU statt oder waren dort vorgesehen. „Viele betroffene Fluggäste wissen nicht, dass sie pro Flug bis zu 600 Euro wiederbekommen können“, sagt Eve Büchner. „Außerdem trauen sich viele Passagiere gar nicht erst an die großen Airlines heran, weil sie glauben, dass sie sowieso keinen Erfolg hätten.“ Deswegen sieht sich refund.me mit seinem internationalen Netzwerk an Juristen als starker Partner genervter Flugpassagiere. Die Startup-Gründerin weiter: „Wenn sich eine Fluggesellschaft mal querstellt, ziehen wir eben vor Gericht.“ Nur bei Erfolg berechnet refund.me eine Provision von 15 Prozent (marktüblich sind 25 %). Per kostenfreier Smartphone App können Fluggäste selbst ausrechnen, was ihnen zusteht.

refund.me schätzt (auch auf Basis von Daten des Flugfinder-Dienstes FlightStats), dass einer von fünf deutschen Fluggästen von mindestens einer Flugverspätung pro Jahr betroffen ist. Auch gestrichene Flüge kommen immer wieder vor: Ausgerechnet der international so wichtige Flughafen Frankfurt am Main steht auf der Liste der meisten Flugannullierungen in Europa auf Platz 2 (225 gestrichene Flüge – Starts und Landungen – alleine im August 2014), direkt nach dem Flughafen Istanbul-Atatürk (397 betroffene Flüge). Im vergangenen Jahr hatten deutsche Flugpassagiere insgesamt Anspruch auf mehr als 180 Millionen Euro. Europaweit hatten nur Spanier (rund 190 Millionen Euro) und Briten (rund 230 Millionen Euro) mehr Ansprüche, die sie hätten geltend machen können.

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