Union Investment-Vorstand sieht 2016 gute Chancen mit Aktien

Jens Wilhelm, Vorstand beim genossenschaftlichen Fondshaus Union Investment erwartet für 2016 zwar heftige Kursschwankungen aber keinen Börsencrash. „Die Anleger sind nicht euphorisch“, sagte Wilhelm im Interview mit dem Handelsblatt. Sie verhielten sich vorsichtig und schauten in das neue Jahr mit gemischten Gefühlen, was immer gut sei, sagte der oberste Fondschef des drittgrößten deutschen Vermögensverwalters. Angesichts einer solide wachsenden Weltwirtschaft erwartet Wilhelm für Anleger, die in bewegten Zeiten die Nerven behalten, Chancen auf gute Erträge mit Aktien. Den Deutschen Aktienindex sieht er in diesem Jahr bei maximal 12.000 Punkten. [ad] Nach einer „Zangengeburt“ bei den US-Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed rechnet Wilhelm damit, dass die Zinsen zum Jahresende bei 1,25 Prozent bis 1,50 Prozent und damit dreifach so hoch wie heute liegen werden. Als größte Gefahr für die Wirtschaft und die Märkte im neuen Jahr in Europa schätzt der Vorstand einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ein. „Gerade Deutschland braucht Großbritannien in der EU als traditionell marktwirtschaftlich orientiertes Land. Ein Brexit wäre ein großer Verlust für die EU, insbesondere für Deutschland“, betonte Wilhelm.

Beim Fondskauf auf den Ausgabeaufschlag achten

KapitalBeim Kauf von Investmentfonds sollten Anleger immer den Ausgabeaufschlag im Blick haben. Dieser fällt einmalig an und liegt meist bei rund 5 Prozent der geplanten Anlagesumme. Das kann die Rendite stark schmälern, denn die Kosten für die Gebühr werden von der Anlagesumme abgezogen und nicht investiert.

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Hochfrequenzhändler destabilisieren unsere Finanzmärkte

© agsandrew - Fotolia.comUS-Bestseller-Autor Michael Lewis kritisiert den amerikanischen Präsidenten Barack Obama wegen Versäumnissen nach der Finanzkrise. In einem Interview des Nachrichtenmagazins FOCUS sagt Lewis: „Präsident Barack Obama hätte der Wall Street nach der Finanzkrise ihre Privilegien nehmen und sie reformieren können.“ Aber er habe seine Prioritäten anders gesetzt.

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Billiges Geld fließt in Aktien- und Immobilienfonds

In einem allgemein positiven Marktumfeld sind die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg im November auf hohem Niveau geblieben. Anleger handelten Fondsanteile im Gesamtvolumen von 89,9 Mio. Euro. Das bedeutet zwar einen Rückgang von rund neun Prozent im Vergleich zum Oktober, ist aber erneut deutlich mehr als in den Monaten zuvor. Vor allem die Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank hat dem Handel Schwung verliehen. ‚Das erneute Allzeithoch beim Deutschen Aktienindex hat am Markt für positive Stimmung gesorgt‘, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg. ‚Das billige Geld muss investiert werden und Aktien sind angesichts drohender Inflation eine gute Wahl. Daneben gewinnen Immobilieninvestments für breite Anlegerschichten neue Aktualität.‘ Viele Anleger steigen in offene Immobilienfonds ein Die Spitze der Umsatztabelle wird im November von Offenen Immobilienfonds dominiert. Dabei entfallen die ersten vier Plätze auf Fonds, bei denen die Fondsgesellschaften die Anteilsrücknahme ausgesetzt haben. Die höchsten Umsätze verbuchte mit 8,6 Millionen Euro im November einmal mehr der CS Euroreal (WKN: 980500). Mit einem Umsatz von annähernd sechs Millionen Euro wurde auch der AXA Immoselect (WKN: 985645) stark gehandelt. Hier war das Kaufinteresse besonders groß: Der Fonds legte auf Monatssicht um knapp sechs Prozent zu. Auch der DEGI International konnte zulegen – um knapp vier Prozent. ‚Beide Fonds gehören mit Auflösungsterminen im Oktober 2014 zu denen, die mit als nächste die Verwaltung an die Depotbank übergeben werden‘, kommentiert Ledermann. Anleger hoffen darauf, dass baldige Immobilienverkäufe aus dem Bestand der Fonds Erlöse bringen, die den Kurs treiben und hohe Ausschüttungen versprechen. Befeuert wurde das Interesse an den Fonds im vergangenen Monat von einer Studie, die Aussagen zur Bewertung der eingefrorenen Immobilienfonds trifft. ‚Die Studie wirkte sich positiv auf die Kurse aus, denn sie hat gezeigt, dass die Börsenpreise deutlich unter den durchschnittlichen Wertberichtigungen liegen‘, erläutert Niklas Breckling, Makler bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Vor allem bei den Titeln mit dem größten verwalteten Vermögen – dem CS Euroreal, dem SEB ImmoInvest (WKN: 980230) und dem KanAm grundinvest (WKN: 679180) – waren die Abschläge geringer als der Durchschnitt. Zweistellige Zuwächse mit chinesischen Aktien – Biotech-Fonds klar im Plus Gewinne erzielten Anleger auf Monatssicht vor allem mit Aktienfonds, die ihren Anlageschwerpunkt im chinesischen Markt haben. Fünf Titel in den Top 10 nach Performance setzen auf Unternehmen im Reich der Mitte. Mit einem Plus von mehr als neun Prozent konnte der Jupiter China Sustainable Growth Fund (WKN: A0NBGU) am stärksten zulegen. Sein Fondsmanagement wählt Aktien aus, die vom langfristigen Wachstum profitieren. Derzeit ist der Fonds vor allem in Finanz- und Industriewerte investiert. Die zuletzt schwankenden Notierungen von Biotechnologie-Fonds drehten im November deutlich ins Plus. Sie profitierten von Übernahmephantasien einiger in ihrem Portefeuille enthaltenen Aktien. ‚Seit geraumer Zeit laufen immer wieder Patente auf Medikamente aus. Das facht die Gerüchte für Übernahmen dieser Unternehmen an‘, sagt Breckling. ‚Dazu kam die insgesamt positive Grundstimmung bei Aktien.‘ So erzielte der SEB Concept Biotechnology (WKN: 542164) ein Plus von mehr als zehn Prozent und wurde der Top-Performer des Monats November. Er setzt auf Marktführer und Schlüsselunternehmen der Branche in Bereichen wie Genforschung, Humanmedizin und Arzneimittelproduktion. Auch der Lacuna Biotech Fonds (WKN: 989696) legte mit mehr als acht Prozent auf Monatssicht deutlich zu. [ad] Gold-Fonds weiter im Abwärtstrend Verkäufe gab es bei Rohstofffonds. Diese Titel litten unter sinkenden Preisen. Spekulationen gehen davon aus, dass die Zinssenkung durch die EZB Reaktion auf ein Nachlassen der Wirtschaftsleistung war. Eine solche Entwicklung würde die Nachfrage nach Rohstoffen empfindlich drücken.