Autoindustrie im Ansehen gesunken

VW-Golf (c) Rabatt-Auto.de
VW-Golf (c) Rabatt-Auto.de
Der Dieselskandal kratzt am Vertrauen der Autoindustrie. Das legt eine Auswertung der Daten des „Edelmann Trust Barometers“ nahe, das speziell nach dem Ansehen der Autobranche ausgewertet wurde und dem Handelsblatt vorliegt. Demnach ist vor allem in Deutschland das Vertrauen der Kunden in die Autoindustrie deutlich gesunken.

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App schafft grüne Welle für Radfahrer

Eine neue App der Firma Siemens gibt Radfahrern die Vorfahrt. Anfang April wird der Konzern eine Smartphone App vorstellen, die Ampelanlagen beeinflusst. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus in seiner neuen Ausgabe. Die App bewirkt, dass das Signal umschaltet oder länger grün leuchtet, bis der Radler über die Kreuzung drüber ist. Die verlängerte Grünphase ermöglicht die SiBike-App auf folgende Weise: 1) Über GPS werden die Position, Geschwindigkeit und Richtung des Radlers ermittelt. 2) Wenn dann der Fahrer etwa 20 Meter vor der Ampel eine virtuelle Triggerlinie passiert, aktiviert sein Handy ein Vorfahrtssignal. 3) Dieses wird in die städtische Verkehrsleitzentrale geschickt. 4) Von dort bekommt die Ampelanlage blitzschnell das Signal zurück, die Grünphase einige Sekunden zu verlängern. „Mit dieser Technik wollen wir Städten helfen, vor allem die Hauptrouten ihres Radfahrnetzes zu verbessern“, sagt der Projektleiter Michael Düsterwald. Welche Auswirkungen dies auf den Autoverkehr haben wird, soll eine Pilotphase in deutschen Städten zeigen.

Autokauf: Autohandel fremdelt noch mit dem Internet

Müssen Kunden im Autohaus bald für die Probefahrt bezahlen? „Das wäre eigentlich richtig“, meint Jürgen Karpinski. Der Autohändler aus Frankfurt ist nach Berlin gekommen, um seinem Ärger Luft zu machen. Seinem Ärger über Kunden, die im Internet ihr Auto kaufen – aber vorher bei ihm Probe fahren. „Beratungsdiebstahl“ könne man das nennen. „Eigentlich“ sollten Kunden dafür bezahlen, sagt Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. „Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzen lässt.“ Denn das Kfz-Gewerbe in Deutschland steht unter gewaltigem Druck. Die Welt der Autokäufer ändert sich gerade rasant. Das Marktumfeld wird härter Die Händlerbranche rechnet in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Online-Käufer. Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen durchschnittlich 28.600 Euro für einen Neuwagen aus – so viel wie nie und immerhin ein Fünftel mehr als noch vor zehn Jahren. Das Problem ist: Nur noch etwa jeder dritte Neuwagen geht an Privatkunden, wie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ermittelt hat. Den Rest kaufen Großkunden, die für ihre Flotten kräftige Rabatte aushandeln. Oder es sind Händler- und Herstellerzulassungen. Die Rendite vieler Autohäuser ist bescheiden, denn der deutsche Markt gilt als gesättigt. 7,3 Millionen Gebrauchte wurden 2015 verkauft – so viele wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Das ist der wichtigste Grund für das Umsatzwachstum auf rund 157 Milliarden Euro. Mit Neuwagen machen die Autohändler heute weniger Umsatz als zur Jahrtausendwende. Online-Händler erschweren das Geschäft Und jetzt gibt es auch noch Leute wie Frank Chmielewski von Benefit Service. Der Kaufmann vermittelt über Portale wie Rabatt-Auto.de online Kunden an die Autohäuser – mit dem Versprechen, bundesweit große Rabatte für die Kunden rauszuholen. Das drückt auf die Preise. Vorwürfe des stationären Handels weist Chmielewski aber zurück. „Wir schicken niemand in den Handel, um eine Probefahrt zu machen und dann bei uns zu kaufen.“ Aber dass Kunden das tun, schließt er nicht aus. „So sind Kunden eben.“ Der durchschnittliche Neuwagenkunde besucht heute nur noch weniger als zweimal ein Autohaus, bevor er sich für einen Kauf entscheidet. Andere stehen mit dem Angebot aus dem Netz im Autohaus und verlangen dort diesen Preis oder einen besseren. „Der Kunde konfiguriert sein Auto nicht nur am Samstagabend in Pantoffeln auf dem Sofa, er weiß auch mehr“, umschreibt ZDK-Vize Ulrich Fromme die gewachsene Markttransparenz. Er ruft die Autohäuser auf, umzudenken. Kunden online an sich binden und dann offline zu verkaufen, darin sei man noch nicht gut, bekennt Fromme.

Verkehrsminister Dobrindt: Ab 2020 lenken Autopiloten Fahrzeuge über deutsche Autobahnen

Fahren mit Autopiloten auf deutschen Autobahnen wird ab 2020 möglich sein. „In fünf Jahren werden wir hochautomatisierte Systeme serienmäßig haben, die unsere Autos digital über die Autobahn lenken“, kündigte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) in einem Focus-Interview an. Auf dem Digitalen Testfeld Autobahn an der A 9 bei Ingolstadt sei dazu jetzt das neueste Mobilfunknetz mit einer Geschwindigkeitsqualität nahe dem zukünftigen 5G-Standard errichtet worden, erklärte Dobrindt. Die fahrenden Autos könnten dort in Echtzeit miteinander Daten austauschen und sich vernetzen. Dafür statte man die Straße mit intelligenter Sensorik aus und entwickele die Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug weiter. „2016 erweitern wir das Testfeld auf Stadtteile von Ingolstadt“, kündigte der Bundesverkehrsminister weiter an. So könnten Unternehmen auch automatisiertes Fahren im realen Stadtverkehr testen. [ad] Der Bund fördere die vernetzte Mobilität mit 40 Millionen Euro – davon flössen 25 Millionen ins Digitale Testfeld Autobahn. Obendrein investiere der Bund 75 Millionen Euro in die weitere Digitalisierung der Bahn. „Die Abstände zwischen Güterverkehrszügen sollen so verringert werden, dass die Bahn fünf Prozent mehr Kapazität im Güternetz bekommt“, versicherte Dobrindt.

Faraday: Ist Tesla schon wieder out?

[c] Faraday FutureIn Kreisen der Fans von Elektroautos geistert seit einigen Monaten ein neuer Name herum. Der bisher kaum bekannte Automobilhersteller Faraday Future will auf der Consumer Electronics Show im Januar 2016 sein eigenenes Concept Car präsentieren, das mit dem bisherigen Platzhirsch Tesla Motors konkurrieren will.

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