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Geld-Vorsätze der Deutschen in 2017

„Vergleich macht reich“, sagt der Volksmund. Wenn dies stimmt, müsste sich die finanzielle Situation der Berliner 2017 deutlich verbessern. Denn so oft wie in keinem anderen Bundesland lautet der Geld-Vorsatz hier für das neue Jahr: Wir wollen mehr vergleichen, beispielsweise die Konditionen für Strom, die Gebühren für Girokonten und die Kosten für Versicherungen.

Das ergab eine repräsentative GfK-Studie im Auftrag der Berliner Geldanlageplattform Savedo. Die meisten Deutschen (66 %) haben für 2017 Geld-Vorsätze gefasst. Dies zeigt die aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Savedo, für die insgesamt 1.006 Personen befragt wurden. An erster Stelle der Vorsätze für das neue Jahr steht bundesweit regelmäßig (mehr) zu sparen, etwa für die Altersvorsorge. An zweiter Stelle der finanziellen Absichten steht bei den Deutschen: Angebote genauer zu vergleichen, um weniger auszugeben (siehe Savedo-Pressemitteilung vom 27.12.2016).

Geld-Vorsatz 2017: Berliner schauen dieses Jahr genauer hin

Nach Bundesländern gefiltert, zeigen sich regionale Vorlieben in Sachen Geld-Vorsätze für das Jahr 2017 – ganz besonders bei den Berlinern. Fast jeder Zweite (47,2 %) hat sich vorgenommen, in diesem Jahr mehr zu vergleichen. Das ist deutlich mehr als der Bundesdurchschnitt mit 27,5 Prozent (siehe Tabelle „Geld-Vorsatz Nr. 1 für 2017 nach Bundesländern“).

Die Berliner sind in einem weiteren Punkt deutscher Spitzenreiter: Rund 79 Prozent der Hauptstädter gehen mit Geld-Vorsätzen in das neue Jahr, was mehr als der Bundesdurchschnitt (66 %) ist. Lediglich 21,1 Prozent der befragten Berliner gaben an, überhaupt keine Vorsätze in Sachen Geld zu haben.

Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen-Anhalt sind Spitzenreiter der Vorsatzlosen

Anders als die Berliner, bei denen der Teil der Vorsatzlosen gering ist, zeigen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz/Saarland (42,9 % ohne Geld-Vorsätze) sowie Sachsen-Anhalt (51,2 % ohne Geld-Vorsätze) demgegenüber weitaus weniger interessiert.

Aber warum unterscheiden sich die Berliner so von dem Rest der Republik und warum haben sie sich für ihre Finanzen in 2017 so viel vorgenommen? Savedo-Chef Christian Tiessen lebt selbst in der Hauptstadt und hat eine Theorie: „Das Leben in Berlin ist in den vergangenen Jahren viel teurer geworden. Dem lässt sich am besten gegensteuern, indem man alle Ausgaben auf den Prüfstand stellt, und über Vergleiche lassen sich bessere Angebote finden.“

Allerdings lohnen sich Vergleiche über Plattformen nicht nur bei den Ausgaben, sondern auch bei Geldanlagen. Die Berliner wissen das offenbar, denn auch bei dem Vorsatz „bessere Sparzinsen finden“ liegen sie mit 20,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (16 %).

Entgegen des Mainstreams: Im Osten Deutschlands sorgt man sich um das Girokonto und Gebühren

Zwei Bundesländer im Osten Deutschlands fallen etwas aus dem Mainstream-Raster, bei dem regelmäßig mehr Sparen oder mehr Vergleichen an erster Stelle steht. In Brandenburg will man zuallererst mehr auf Gebühren achten (27,8 %) und in Mecklenburg-Vorpommern möchte man künftig das Girokonto nicht mehr überziehen (34,8 %).

In Baden-Württemberg und Bayern hingegen steht wie beim Bundesdurchschnitt „regelmäßig (mehr) zu sparen“ an erster Stelle. Zudem wird das Klischee vom sparsamen Schwaben mit der Studie bestätigt. Denn mit 35,3 Prozent zu Gunsten der Spardisziplin liegt Baden-Württemberg bei diesem Geld-Vorsatz klar über dem Bundesdurchschnitt (28,9 %).

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