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Schwarzhandel mit Bundesliga-Tickets wächst

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Die Vereine der Fußball-Bundesliga beobachten einen zunehmenden Schwarzhandel mit ihren Eintrittskarten. In einer Umfrage des Handelsblatt gaben acht von 18 Erstligisten an, dass Ticketverkäufe im Internet und auf der Straße in den vergangenen Jahren zugenommen haben. Elf Clubs bezeichneten die Situation als problematisch, sieben als sehr problematisch.

Alle 18 Bundesligisten bekämpfen den Handel im Internet, etwa mit Testkäufen auf Online-Plattformen wie Ebay oder Viagogo. Gegen Verkäufer verhängen 16 Clubs Vertragsstrafen wegen Verletzung ihrer Geschäftsbedingungen von bis zu 500 Euro. 13 Erstligisten lassen Händler anwaltlich abmahnen. Borussia Dortmund, der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt sprechen sogar Stadionverbote aus.

Gegen den Straßenhandel unternehmen die Vereine weniger. Nur fünf Clubs machen Testkäufe. „Der Auf! wand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag“, sagte etwa Borussia Mönchengladbachs Ticketing-Chef Michael Plum dem Handelsblatt. Polizei und Ordnungsämter verfolgen Straßenhändler an zehn Spielorten. In acht Stadien kümmert sich keine Behörde um den Schwarzmarkt.

Über die Größe des Markts gibt es bislang nur vage Schätzungen. Aufsteiger 1. FC Köln geht trotz massiver Gegenmaßnahmen von einem Schwarzmarktumsatz von 300.000 Euro pro Saison aus. Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen rechnen zusammen mit 200.000 Euro. Die TSG Hoffenheim und Mainz 05 gehen von zusammen 130.000 Euro aus.

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