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Wie Sie sich bei einem Autounfall in den USA richtig verhalten

Gecrasht? So verhalten sich Reisende bei einem Autounfall in den USA richtig! Für viele Menschen ist es der Urlaubstraum schlechthin, einmal in die USA zu reisen und sich mit dem Mietwagen auf die Fahrt quer durch das Land zu begeben. Von Stadt zu Stadt geht es über die endlosen Straßen oder durch den dichten Stadtverkehr zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Doch ein unachtsamer Moment genügt und schon passiert es: ein Autounfall im fremden Land. Nur die wenigsten Urlauber wissen, wie sie sich dann zu verhalten haben.

Rechtsanwalt Carl-Christian Thier von der deutsch-amerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. kennt solche Fälle und unterstützt deutschsprachige Besucher der USA in dieser schwierigen Lage.

Juristische Hilfe empfehlenswert

Ganz gleich in welchem Land es zwischen Fahrzeugen kracht, zunächst sollte die Absicherung der Unfallstelle erfolgen und, falls es Verletzte gibt, ein Rettungswagen alarmiert werden. Ebenfalls unerlässlich ist, die Polizei zu benachrichtigen. Da es in den USA für Unfallopfer und die Versicherung des Verursachers um sehr viel Geld gehen kann, wird die Schadensabwicklung dort sehr gründlich betrieben. Selbst der Schadensersatz für die Hinterbliebenen liegt nach einem Unfall mit Todesfolge deutlich höher als in Deutschland. „Aus diesem Grund rate ich Betroffenen, möglichst frühzeitig einen fachkundigen Anwalt hinzuzuziehen, der sich mit der deutschen und amerikanischen Rechtslage genau auskennt“, so Rechtsanwalt Carl-Christian Thier.

Genau hinschauen

Da die Höhe der geltend zu machenden Ansprüche mitunter davon abhängt, welche Einzelheiten Betroffene zu einem viel späteren Zeitpunkt noch beweisen können, gilt es, den Unfall auch selbst zu dokumentieren. Neben fotografischen Aufnahmen vom Ort des Geschehens, von den Beteiligten sowie Fahrzeugen zählen hierzu etwa Notizen zum Unfallhergang sowie Namen und Adressen von Zeugen. „Jedes Detail sollte peinlich genau festgehalten und alle Beweismittel identifiziert werden“, rät Rechtsanwalt Carl-Christian Thier. „Dies gilt umso mehr, als die meisten deutschen Unfallopfer nicht wissen, welche Details für die Schadenregulierung bei einem Autounfall in den USA letztendlich von Bedeutung sind.“

Die Tatsache, dass sich die Rechtslage und das Beweisrecht in den einzelnen US-Bundesstaaten zum Teil stark unterscheiden, macht die Abwicklung noch komplizierter. Auch im Nachgang sollten sich Betroffene daher eine Kopie des Polizeiberichtes aushändigen lassen und Dokumentationen zu etwaigen Verletzungen, ärztlichen Maßnahmen und Arztrechnungen aufbewahren. Darüber hinaus gilt es, die Haftpflichtversicherung, die deutsche Krankenversicherung sowie den Halter des Mietwagens und dessen Versicherung zeitnah über den Unfallschaden zu informieren.

Schweigen von Vorteil

Um ein mögliches Verfahren nicht negativ zu beeinflussen, sollten Betroffene darauf verzichten, mit der gegnerischen Versicherung zu sprechen, bevor sie sich mit einem Anwalt ausgetauscht haben. „Versicherer beschäftigen geschulte Schadenprofis, zu deren Aufgabe es zählt, nach Informationen zu suchen, die zum Haftungsausschluss oder zur Minderung des Anspruches führen“, weiß der Experte der deutsch-amerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. „Um sämtliche Ansprüche geltend zu machen, sollte die Kommunikation besser direkt über den Anwalt laufen.“

Kommt es zur Verhandlung, müssen Verursacher eines Autounfall in den USA damit rechnen, vor ein amerikanisches Gericht geladen zu werden. Wer bereits vor seiner USA-Reise eine deutsche Rechtsschutzversicherung mit internationalem Geltungsbereich abgeschlossen hat, ist hier klar im Vorteil. Denn diese deckt nicht nur kleinere Unfallschäden im Ausland ab, sondern übernimmt unter anderem auch anfallende Reisekosten.

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