Geheimtipp Deblock statt Tagesgeld? Für wen sich 4 % lohnen

Vier Prozent Verzinsung auf Euro-Guthaben wirken bei dem angesagten Kryptokonto-Anbieter DeBlock im aktuellen Zinsumfeld von rund 2,5 bis 3,4 Prozent im Tagesgeld wie ein Ausreißer nach oben. Wichtig ist jedoch: Die 4 Prozent gelten nur im Premium-Tarif und nur bei aktivierter Auto-Sweep-Funktion. Zudem ist die Rendite variabel und nicht garantiert. Wir verraten für wen sich das DeBlock-Modell trotz Premium rechnen kann.

Nach aktuellem Stand kostet das Premium-Konto bei DeBlock rund 9,99 Euro pro Monat. Die Jahresgebühr liegt damit bei knapp 120 Euro. Ohne Premium werden derzeit rund 2 Prozent ausgewiesen.

Entscheidend ist die Struktur: Bei aktivierter Auto-Sweep-Funktion wird das entsprechende Euro-Guthaben nicht als klassische Bankeinlage geführt, sondern technisch in eine DeFi-basierte Struktur überführt. Für diesen „gesweepten“ Anteil greift keine gesetzliche Einlagensicherung. Die ausgewiesene Rendite kann angepasst werden.

Die nüchterne Rechnung

Der Unterschied zwischen 4 Prozent und 2 Prozent beträgt zwei Prozentpunkte. Um allein die Premium-Gebühr von rund 120 Euro pro Jahr über den Mehrertrag auszugleichen, müssten etwa 6.000 Euro dauerhaft verzinst werden.

Unterhalb dieser Größenordnung reduziert die Gebühr den zusätzlichen Ertrag deutlich. Ab höheren Beträgen verschiebt sich die Kalkulation.

Bei 20.000 Euro läge der Zinsertrag bei 4 Prozent bei rund 800 Euro jährlich. Bei 2 Prozent wären es 400 Euro. Selbst nach Abzug der Premium-Gebühr bliebe ein spürbarer Mehrertrag.

Einordnung im Marktumfeld

Im klassischen Tagesgeld-Vergleich liegen die besten Aktionsangebote derzeit bei rund 3,2 bis 3,4 Prozent – in der Regel befristet und mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde.

Das 4-Prozent-Modell liegt nominell darüber. Strukturell unterscheidet es sich jedoch deutlich: Es handelt sich nicht um ein klassisches Tagesgeld oder Extrakonto mit garantierter Einlagensicherung, sondern um ein renditebasiertes Modell mit variabler Verzinsung und anderem Risikoprofil.

Für wen kann es sinnvoll sein?

Für sicherheitsorientierte Sparer mit Notgroschen bleibt ein klassisches Tagesgeldkonto mit Einlagenschutz die konservativere Lösung.

Für Anleger mit größeren Liquiditätsreserven, die eine bewusste Rendite-Optimierung anstreben und das zusätzliche Risiko verstehen, kann das Modell als Beimischung interessant sein. Insbesondere bei fünfstelligen Beträgen kann der rechnerische Mehrertrag die Premium-Gebühr deutlich übersteigen.

Die zentrale Frage lautet daher nicht nur „4 Prozent oder nicht“, sondern: Für welchen Betrag und mit welcher Risikobereitschaft ist dieses Modell geeignet?

Wer die Struktur versteht und die Bedingungen akzeptiert, kann ab größeren Summen eine attraktive Cash-Rendite erzielen. Wer maximale Sicherheit sucht, bleibt bei klassischem Tagesgeld mit Einlagensicherung.

Das Deblock-Tagesgeld-Autosweep-Angebot mit 4,00 % p.a. zählt aktuell zu den Zins-Spitzenreitern am Markt. Wenn Sie kurzfristig Liquidität parken möchten, kann es lohnend sein, die anderen Angebote im Vergleich mit klassischen Tagesgeldkonten zu prüfen.

Schreibe einen Kommentar