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Wohnungseigentum ist die beste Mietpreisbremse

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Kürzlich prognostizierte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dass die Mieten in 71 Städten, die sich die DIW-Forscher näher angeschaut haben, im dritten Quartal 2014 durchschnittlich 3,5 Prozent über denen des gleichen Vorjahreszeitraums liegen werden. „Angesichts dieser Entwicklung dürfte insbesondere für Familien mit durchschnittlichem Einkommen das Leben und Wohnen in deutschen Großstädten zunehmend unbezahlbar werden“, befürchtet Rolf Ulak, Leiter Immobilienmanagement bei der OVB Vermögensberatung AG in Köln. Deshalb will die Große Koalition künftig zu starke Mietsteigerungen durch eine so genannte Mietpreisbremse verhindern.

Wohneigentum schützt vor unbezahlbar hohen Mieten

Mittlerweile befürchten immer mehr Kenner des Wohnimmobilienmarktes, dass die geplante Mietpreisbremse zu einer Investitionsbremse wird, weil Immobilienanleger aufgrund begrenzter Renditechancen vor dem Bau neuer oder der Modernisierung bzw. Sanierung älterer Objekte zurückschrecken. Das daraus resultierende sinkende Wohnungsangebot würde zwangsläufig zu weiter steigenden Mieten führen. Deshalb ist „allein Wohneigentum eine funktionierende Mietpreisbremse“, ist OVB Experte Ulak überzeugt.

Wer sich noch nicht traut, sein Mieterdasein dem Eigentümerleben zuliebe aufzugeben, sollte nüchtern kalkulieren. Indem er nämlich die voraussichtlichen Mietzahlungen in den nächsten Jahrzehnten mit den Finanzierungskosten beim selbst genutzten Wohneigentum abgleicht. Wer jetzt in einer deutschen Großstadt für eine 80 Quadratmeter große Wohnung sehr realistische 800 Euro monatliche Kaltmiete zahlt, der überweist seinem Vermieter in den kommenden 30 Jahren und bei Mietsteigerungen von nur 2 Prozent im Jahresschnitt ein kleines Vermögen, nämlich rund 400.000 Euro.

Erwerb von Wohneigentum durch eingesparte Miete finanzieren

„Oft ist der Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum allein durch die eingesparte Miete möglich“, ist OVB Immobilienexperte Ulak überzeugt. Und fügt hinzu: „Eine wertvolle Entscheidungshilfe für Unentschlossene ist ein unverbindlicher Finanzierungsplan, der alle wichtigen Eckpunkte wie Erwerbsgesamtkosten, Darlehenshöhe, Gesamtlaufzeit und andere enthält. Auf dieser Grundlage stellt sich schnell heraus, ob Bauen oder Kaufen auf Dauer mehr lohnt als ein Leben lang zur Miete zu wohnen.“

„Der Bau oder Kauf selbst genutzten Wohneigentums ist der beste Schutz vor weiter steigenden und deshalb schon bald unbezahlbaren Mieten“, betont Rolf Ulak von der OVB Vermögensberatung AG. Dank der weiter historisch niedrigen Hypothekenzinsen und der staatlichen Förderung sei die Finanzierung von Wohneigentum deutlich einfacher als jemals zuvor. Wobei weitere wichtige Aspekte der eigenen vier Wände hinzukommen: Deutlich mehr Lebensqualität als in einer Mietwohnung und der damit verbundene Wohlfühlfaktor.

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