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Stararchitekt schimpft über Ästhetik von Solardächern

© warrantbuffet - Fotolia.com

Für Star-Architekt Werner Sobek ist das staatlich geförderte Passivhaus ein Irrweg. „In diesen luftdichten Häusern findet man immer häufiger hohe Schadstoff-Konzentrationen. In den USA streitet man gerade vor Gericht, wie gesundheitsschädlich das ist“, sagte der in Chicago lehrende Sobek dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Bewohner der massiv gedämmten und mit kleinen Fenstern versehenen Passivhäuser lebten „in einem lufthygienischen Minimum“. Der ganze Passivhaus-Gedanke sei „eine Sackgasse“, so Sobek. Schuld sei auch die deutsche Förderpolitik, die Nachhaltigkeit immer nur mit Sparen gleichsetze und keine neuen Ideen für das „solare Zeitalter“ belohne.

Bei Thema Erneuerbare Energien sei die deutsche Baupolitik inkonsequent und innovationsfeindlich, bemängelte der in Stuttgart lebende Architekt, dessen Büro auch am umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 beteiligt ist. Sobek sagte FOCUS: „Es gibt eine Menge Ortsbausatzungen, wo Ihnen kein Dach genehmigt wird, das komplett aus Photovoltaik-Elementen besteht. Das führt zu diesen seltsamen Teilflächen, diesen fast schon schamläppchenhaften Solarbepflasterungen, die man landauf landab sieht.“ Im Ergebnis präsentiere sich so manches der Solarenergie zugeneigte Dorf als „ästhetisches Desaster“.

Der Architekt ist Erfinder des gläsernen „Aktiv-Hauses“, das bis zu 170 Prozent seines Energie-Bedarfs mittels in Fassaden und Dächer integrierter Photovoltaik-Elemente erzeugt.

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