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Politik schätzt Wirkung der geplanten Mietpreisbremse falsch ein

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Die Mietpreisbremse, auf die sich CDU/CSU und SPD in den Koalitionsverhandlungen verständigt haben, wird nicht die versprochene Wirkung haben, sondern Haushalten mit niedrigen oder mittleren Einkommen in Stadtgebieten mit angespannter Wohnraumsituation die Suche nach einer Wohnung sogar noch erschweren. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus der jüngsten DIA-Studie „Wohnimmobilien zur Altersvorsorge“. In der Studie, die vor wenigen Tagen vorgestellt worden ist, werden auch jene Faktoren untersucht, die Immobilienzyklen verstärken. Staatliche Eingriffe, wie eine Mietpreisbremse, gehören dazu.

Eine Mietpreisbremse mindert den Marktwert von Immobilien. Die Vermieter werden daher noch stärker bestrebt sein, solvente Mieter zu finden, um die geminderte Rendite nicht zusätzlich durch Mietausfälle zu belasten. Die Folge: Gut verdienenden Haushalten fällt es leichter, gefragte Wohnungen zu mieten, die sie obendrein durch die Mietpreisbremse preiswerter bekommen. Außerdem hat diese Form des Mieterschutzes eine Nebenwirkung: Bestandshalter werden versuchen, sich mittelfristig einen Ausgleich zu verschaffen. „Derzeit werden in laufenden Mietverhältnissen eher selten und eher geringe Mieterhöhungen ausgesprochen. Vor allem private Vermieter, die mit im Haus wohnen, streben ein friedliches Miteinander an“, zitiert DIA-Sprecher Klaus Morgenstern eine Feststellung der DIA-Studie.

Werden die Vermieter künftig „ausgebremst“, passen sie die Mieten in laufenden Verträgen schneller an. In der Studie wird nachgewiesen, wie in der Vergangenheit zunehmender Mieterschutz, der nicht zeitlich befristet war, ungünstig auf die Entwicklung der Wohnungsmärkte wirkte. Durch die Kumulation der staatlichen Eingriffe aus früheren Preiszyklen wurden künftige Zyklen immer weiter verschärft. Die meisten großen Immobilienzyklen wurden durch politische Markteingriffe zusätzlich befeuert.

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