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Mütterquote statt Frauenquote?

Der Demograf Herwig Birg hat den Umgang der Bundesregierung mit dem Geburtenschwund kritisiert.

„Statt einer Frauenquote sollte es eine Mütterquote geben“, verlangte Birg im Nachrichtenmagazin FOCUS. „Die Frauenquote ist ein Karriereprogramm für Kinderlose.“ Politiker bezeichneten den Geburtenrückgang „gern als Chance. Das ist bewusste Desinformation.“ Birg wies darauf hin, dass nicht wie oft behauptet die steigende Lebenserwartung das Durchschnittsalter der Deutschen steigen lasse, sondern der Geburtenschwund. Er registriere einen „Trend zur Null-Kind-Familie“.

Der Bevölkerungsforscher stellte fest, dass Niedrigqualifizierte nach wie vor deutlich seltener kinderlos bleiben als hochqualifizierte Frauen. Er empfahl der Wirtschaft, bei gleicher Eignung offene Stellen mit Eltern zu besetzen, weil diese qualifizierter seien. Bislang würden Eltern systematisch benachteiligt.
Birg stellt am Mittwoch in Berlin sein neues Buch „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“ vor.

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