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Anleger positionieren sich für Jahresendrally

© Fotalia

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Die Anleger bleiben nach starken Kursanstiegen weiterhin optimistisch. Das zeigt der aktuelle comdirect Brokerage Index, der derzeit bei 113,9 Zählern steht.

„Untypischerweise blieben die Anleger im Oktober – trotz eines starken Anstiegs im DAX von fast 1.500 Punkten – weiterhin in Kauflaune“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. Eine kurzfristige Neigung zu Gewinnmitnahmen war lediglich am 23. Oktober zu vermerken – nachdem der DAX innerhalb von wenigen Handelstagen um rund 700 Punkte angestiegen war. Doch dank der kontinuierlich bullischen Ausrichtung des Leitindex wurde der Optimismus der Anleger durch diese kleine Verkaufswelle nicht beeinträchtigt. Entsprechend liegt der aktuelle Stand des Brokerage Index nur 13 Punkte unterhalb des Siebenjahreshochs vom Vormonat (126,9 Punkte), und damit deutlich oberhalb des Durchschnittswertes der vergangenen zwölf Monate. Die Grundstimmung an den Märkten verbleibt stark positiv.

Der Brokerage Index für Aktien erreichte im November einen Stand von 122,8 Punkten. Ähnlich wie bereits im Vormonat zählten zu den Top-Aktienkäufen erneut die Aktien von Volkswagen, sowohl Vorzüge als auch Stammaktien, Porsche sowie Daimler. Einziger Neuzugang unter den Top 5 Käufen ist Düngemittelhersteller K+S – dessen Wertpapier im Vormonat lediglich unter den Top 5 der Verkäufe rangierte. „Gleichzeitig sind Volkswagen Vorzüge, Daimler und K+S in in den Top 5 der abgestoßenen Aktien vom Oktober gelistet. Hier entstand also ein massives Transaktionsvolumen. Allerdings wurden diese drei Aktien mindestens doppelt so häufig gekauft wie verkauft“, erklärt Wolf. Die starke Nachfrage nach VW-Aktien spräche aber nicht unbedingt für eine eine gestiegene Zuversicht der Anleger in ein nahendes Ende der Dieselgate-Affäre, sondern eher für spontane Spekulationen auf eine Erholung der Aktie. „Zudem ist zu erwähnen, dass diese Kaufzahlen dem Zeitraum vor den jüngsten, weiteren Enthüllungen aus Wolfsburg entstammen“, ergänzt Wolf. Negativ reagierten die deutschen Anleger im vergangenen Monat vor allem auf die für den November angekündigten Streiks der Lufthansa-Belegschaft und lotsten das Papier der Fluggesellschaft direkt auf die Top 5 der Verkäufe.

Der Brokerage-Index bescheinigt zudem einen moderaten Anstieg am Anleihenmarkt. Dies sei, so Wolf, im Wesentlichen auf Sondereffekte zurückzuführen. Doch auch in dieser Anlageklasse waren allein drei der fünf meistgekauften Titel Anleihen von Volkswagen, jeweils mit einem Kupon von vier bis fünf Prozent. Ebenfalls von der optimistischen Grundstimmung profitieren konnte der Fonds-Markt. Hier waren insbesondere reine Aktienfonds, mit einem auf deutsche Wertpapiere beschränkten Anlagehorizont, begehrt.

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