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Wie ernst sind Apples Pläne, ein Auto zu bauen?

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Daimler-Chef Zetsche sieht in Apples Autoplänen „keine plausible Firmenstrategie“ und bewegt sich mit diesem Statement auf gefährlichen Spuren von Steve Ballmer, der sich vor dem Release des iPhones in 2007 ebenfalls despektierlich drüber geäußert hatte, ein Smartphone ohne Tastatur rauszubringen.

Zetsche glaubt Nicht an Apples Autopläne, die seit einer Woche die Auto- und IT-Welt bewegen: „Ich würde es für wahrscheinlicher halten, dass es bei Apples mutmaßlichen Autoplänen nicht so kommt, wie es heißt“, sagte er dem Handelsblatt. Zum einen sei die Zeit der Konglomerate vorbei. „Zweitens entscheiden auch die Investoren, ob sie sich lieber in schnelllebigen Consumerprodukten oder in langfristigen Investitionsprodukten engagieren wollen“, so der Daimler-Chef. Die Begeisterung in der Finanzwelt über eine solche Strategie dürfte sich Grenzen halten, sagte er.

Gleichwohl sieht Zetsche einen wachsenden Deckungsbereich zwischen der Auto- und der IT-Industrie, der neues Potenzial ermögliche. Ein Konfliktfeld können hier jedoch die Daten sein. „Wir müssen sehr genau hinsehen, wann welche Daten zu welchem Zweck generiert werden“, warnte der Daimler-Chef. Beim autonomen Fahren entstehen beispielsweise durch Sensoren sehr viele Daten, die ausschließlich dazu dienen, das Auto sicher durch den Verkehr zu lenken. „Das Vertrauen, das der Kunde auf uns beim Thema Sicherheit setzt, gilt ganz besonders für die Sicherheit seiner Daten“, sagte Zetsche. Daimler ist seit mehr als 20 Jahren im Silicon Valley vertreten, inzwischen mit einer dreistelligen Zahl an Ingenieuren.

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