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Nur ein Bundesministerium bietet öffentliche Ladesäulen für Elektroautos

© Petair – Fotolia.com

Der Vizechef der Grünen-Bundestagsfraktion, Oliver Krischer, hat es als „Armutszeugnis“ bezeichnet, dass die Bundesregierung in ihren Ministerien fast keine frei zugänglichen Stromtankstellen für Elektroautos unterhält. Hintergrund ist eine dem Handelsblatt vorliegende Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine entsprechende Frage Krischers.

Demnach befinden sich zum Stichtag 1. März 2017 lediglich im Bundesverkehrsministerium öffentliche Ladesäulen. Am Standort Bonn können vier solcher Stromtankstellen genutzt werden, am Standort Berlin befinden sich vier „teilöffentliche Ladesäulen für Gäste“. Darüber hinaus, heißt es in der Antwort weiter, befänden sich „in nahezu allen Bundesministerien betriebsinterne und Mitarbeiter-Ladeeinrichtungen“. Diese könnte jedoch aus Sicherheitsgründen nicht der Öffentlichkeit zum Laden ihrer Elektro fahrzeuge angeboten werden.

Der Grünen-Politiker Krischer reagierte darauf mit Unverständnis. Bis 2020 wolle die Bundesregierung eine Million Elektroautos auf den Straßen haben, doch bis heute seien gerade einmal knapp 25.000 E-Autos unterwegs. Das liege nicht zuletzt auch an der fehlenden E-Ladesäuleninfrastruktur. „Umso unverständlicher ist, dass die Bundesregierung selbst nicht mit gutem Beispiel vorangeht“, sagte Krischer dem Handelsblatt. Lediglich ein Bundesministerium habe Ladesäulen für Gäste. „Das ist ein Armutszeugnis für die Vorbildfunktion beim Thema Elektromobilität für CDU/CSU und SPD.“

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