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Viele Frauen erhalten weniger Mütterrente als erwartet

Rente

Viele Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern werden bei der geplanten Besserstellung unterm Strich weniger bekommen als erwartet. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater, Marina Herbrich, sagte dem Nachrichtenmagazin FOCUS, Frauen mit geringen Alterseinkommen könnten sogar ganz leer ausgehen. „Gerade ärmere Rentnerinnen, die in der Grundsicherung sind, haben wegen der vorgesehenen Verrechnung keinen Cent mehr.“ Auch bei Frauen, die eine Witwenrente erhalten, würde der zusätzliche Rentenpunkt für Kindererziehung als Einkommen angerechnet. „Das hat zur Folge, dass die Witwenrente gekürzt würde. Damit haben die Mütter nicht die angekündigten 28 Euro mehr im Portemonnaie“, sagte Herbrich. Geregelt werden müssten auch mögliche Folgen auf den Versorgungsausgleich bei geschiedenen Rentnern.

Die Reform führt laut Herbrich zu unterschiedlichen Ergebnissen bei heutigen und künftigen Rentnern: „Wer am 30.06. schon Rente bekommt, wird anders behandelt als Mütter, die erst danach in Rente gehen.“ So wird geprüft, ob der mögliche Höchstwert in der Rentenversicherung nicht schon durch eigene Beiträge ausgeschöpft sei. „Wer etwa 1990 im Monat 6300 DM oder mehr verdient hat, erhält keinen Zuschlag für Kindererziehung“, so Herbrich. Diejenigen, die aber bereits am 30. Juni 2014 in Rente sind, bekämen nach den bisherigen Plänen in jedem Fall den vollen pauschalen Zuschlag.

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