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Rente mit 63 laut erstmals am Arbeitsmarkt zu spüren

Die zum 1. Juli eingeführte Rente mit 63 wirkt sich offenbar am Arbeitsmarkt aus. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sagte dem Nachrichtenmagazin FOCUS, noch mache sich der frühere Rentenbeginn „nicht groß bemerkbar“, es gebe insgesamt eine steigende Zahl älterer Arbeitnehmer „In der Altersgruppe ab 63 sehen wir jetzt allerdings erstmals eine kleinen Rückgang.“

Weise sagte, mit der Rente mit 63 habe die Politik Anreize gesetzt, früher das Berufsleben zu beenden. „Folgerichtig wären auch Anreize, freiwillig später aus dem Job auszusteigen. Das würde sich für den Arbeitsmarkt lohnen.“ Er regte an: „Die Frage ist, ob man nach dem Renteneintrittshalter immer noch Sozialversicherungs-beiträge zahlt, von denen man nichts mehr hat.“ Solche Anreize könnten längeres Arbeiten möglich machen. Dies zu vereinbaren sei aber letztlich Sache der Tarifpartner.

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Weise kritisierte die mangelnde Bereitschaft der Unternehmen, ältere Arbeitnehmer einzustellen. Die BA werbe mit Kampagnen dafür, aber das Bewusstsein in den Unternehmen wandele sich noch zu wenig. „Viele reagieren erst, wenn die Not der unbesetzten Stellen zu groß wird“, so Weise.

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