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Allianz: Rekordniedrige Zinsen kommen in der Altersvorsorge teuer zu stehen

© beermedia - Fotolia.com

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Für Arbeitnehmer sind die rekordniedrigen Zinsen ein riesiges Problem, das ihm teuer zu stehen kommt. Wer heute mit der Altersvorsorge startet, müsse entweder so anlegen, dass er bessere Chancen auf eine höhere Rendite hat.

Alternativ müsse er erheblich mehr sparen, betonte Andreas Wimmer, Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherung im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Als Faustformel gilt: Zwei Prozentpunkte geringere Rendite bedeuten bei einem heute 30-Jährigen, dass er rund 50 Prozent mehr zurücklegen muss.“ Um höhere Erträge zu erzielen, würden neben traditionellen Zinsanlagen andere Renditequellen immer wichtiger. Die Allianz hat deshalb ihre Aktienquote wieder auf zehn Prozent aufgestockt und zählt damit zu den Versicherern mit dem höchsten Anteil. Die Konkurrenz liegt eher bei drei bis vier Prozent. Zum Anlagemix zählten aber auch Baufinanzierun! gen, also Hypothekendarlehen und extrem langfristige illiquide Investments wie Infrastrukturanlagen oder erneuerbare Energien, sagt der mit 41 Jahren jüngste Vorstand der Allianz, der für die betriebliche Altersvorsorge zuständig ist.

Wimmer bestärkt die Bundesregierung in ihren Plänen, die betriebliche Altersvorsorge über die Tarifparteien zu verankern. Allerdings schlägt er einen einfachen Weg vor, indem die Beiträge für die Direktversicherung erhöht und gleichzeitig stärker gefördert werden. Der Allianz-Vorstand macht sich dafür stark, die derzeit noch maximal steuer- und sozialabgabenfreien gut 4900 Euro um 1800 Euro aufzustocken. Das biete positive Anreize für Niedrigverdiener und erleichtere mittelständischen Unternehmen das Engagement bei der betrieblichen Altersvorsorge.

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